Einführung von Maximilian Kröger

Einführung von Maximilian Kröger

Einführung von Maximilian Kröger

# Eiderregion

Einführung von Maximilian Kröger

Der 11. Januar war ein besonderer Tag. Für unseren Pastor Dr. Maximilian Kröger, für die Klosterkirchengemeinde und für die Region. Wir feierten nicht einfach das Ende der Probezeit und den wiederholten Beginn des Dienstes unseres Pastors, wir feierten in einem sehr schönen Gottesdienst das Wirken Gottes, der Menschen beruft, begleitet und mit seiner Liebe ausstattet, um seinem Volk zu dienen.

Mit der Amtseinführung beginnt ein weiteres Kapitel in der Geschichte dieser Gemeinde, wie unserer ehemalige Pastor Thomas Engel ausdrückte, denn Max ist in der Reihe der Pastoren der 21. Pastor an der Klosterkirche. Jeder Pastor bringt seine eigene Persönlichkeit, seine Begabungen, seine Erfahrungen – aber auch seine Fragen und Hoffnungen – mit. Und genau das ist gut so. Denn Gemeinde lebt von der Vielfalt der Menschen, die Gott zusammenführt.

Max tritt in einen Dienst, der herausfordernd und tief erfüllend zugleich sein kann. Er wird weiterhin Menschen begleiten – in Freude und Leid, im Glauben und im Zweifel, im Hören und im Schweigen. Er wird predigen, lehren, trösten, fragen und manchmal einfach da sein. Und genau darin zeigt sich das Herz des pastoralen Dienstes: Zeugnis abzulegen von der Liebe Gottes, die hoffentlich keinen Menschen übersieht.

Max bewusste Entscheidung für die Menschen und den Ort, schließlich musste er sich in einem aufwendigen Bewerbungsverfahren erneut dem KGR und der Region vorstellen, sollte aber auch etwas mit uns machen, mit uns Menschen im KGR, mit uns Menschen im Ort und der Region, denn ein Pastor allein kann keine lebendige Gemeinde sein. Eine Gemeinde lebt von der gegenseitigen Unterstützung – von offenen Herzen, helfenden Händen (auf diesem Weg nochmals einen herzlichen Dank an alle, die einen Beitrag für diese Amtseinführung leisteten; an alle Bürgermeister:innen unserer Orte) und glaubenden Menschen. Max wurde eben nicht nur erneut berufen – auch wir alle sind gefragt, diesen Weg gemeinsam zu gehen, in gegenseitigem Vertrauen, in Geduld und in Freude am Evangelium.

Auf uns warten viele Herausforderungen in der Zukunft: Welche Arten von Gottesdiensten feiern wir zukünftig, welche Offenheit wollen wir bei den so genannten Kasualien (also Taufen, Trauungen oder Trauerfeiern) den Menschen dieses Ortes und uns zumuten oder auch die einfache Frage: wer kann zukünftig Seelsorgerin oder Seelsorgerin über das Amt des Pastors hinaus sein? Ich erinnere mich noch gut an die Arbeit des Testzentrums zur Corona-Zeit bei uns im Haus der Kirche. Damit verbunden ist die Frage nach der Gestaltung der Diakonie, also der tätigen Nächstenliebe in unserer Gemeinde. Welchen Raum wird zukünftig die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, hier insbesondere mit den Konfis, einnehmen? Und zwar für alle, die das gemeinsam mit Max bereits jetzt schon verantworten. Welchen Raum wird die Arbeit mit Erwachsenen einnehmen müssen, wer kann diese leisten und neben ihm verantworten? Und zu guter Letzt: Seniorenarbeit wandelt und verwandelt sich, denn „Alter“ wird sicherlich heute anders definiert als noch vor 15 Jahren. Welchen Spagat finden wir zwischen Selbstorganisation und Betreuung in dieser Seniorenarbeit?

Das sind ganz viele spannende Fragen, die Max und uns nicht entmutigen sollen, aber wahrscheinlich sind es die Fragen, die ihn in seinem Amt begleiten werden, die uns im KGR weiterhin vor viel Arbeit stellen werden, und, die letztendlich uns als Gemeinde herausfordern und hoffentlich mit Max zusammen gute Entscheidungen treffen werden. 

Denn wir sind uns als KGR einig darin: Max ist genau der richtige Mensch, der warme Seelsorger, das Ohr zu den Konfis, der Mutige für Amtshandlungen oder der Entscheider bei kniffeligen Fragen. Er ist am richtigen Ort und wir sind froh jemanden wie ihn und seine Familie bei uns zu haben.

Lasst uns diesen neuen Beginn im Herzen tragen – mit Offenheit für das, was kommt, mit Dankbarkeit für das, was war, und mit Zuversicht in das, was Gott mit uns vorhat. Möge der Segen Gottes, der größer ist als all unser Denken und Wollen, dich, Max, und uns alle begleiten – heute und an allen Tagen deines Dienstes.

 

Steffen Engel

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